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Herausforderungen vor und nach einer Systemkopie

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Viele ITler kennen diese zeitraubende Aufgabe: Für den angemessenen und konsistenten Test und die Abnahme von Änderungen in Programmen und Prozessen, empfiehlt die SAP eine regelmäßige „Homogene Systemkopie“. Nachdem wir im Blogbeitrag „Systemkopie – Manuell vs. Automatisiert“ einen Blick auf manuelle Systemkopien im Allgemeinen geworfen haben, schauen wir nun auf die Herausforderungen dieser Aufgabe.

Systemkopien: Welche allgemeinen Herausforderungen gibt es?

Zunächst einmal bedeutet eine (manuelle) Systemkopie neben der Nichtverfügbarkeit der Zielsysteme für Betriebs- und Projektteams auch enormen Aufwand interner oder externer SAP-Basis Professionals.

Der grundlegende Kern einer homogenen Systemkopie besteht nämlich in der Durchführung einer Vielzahl standardisierter und manueller Vor- und Nacharbeiten in einer bestimmten Reihenfolge. Je nach Betriebssystem und Datenbankmanagementsystem können sich die durchzuführenden Schritte zusätzlich noch deutlich unterscheiden.

Im Umfeld komplexer Strukturen zusammenhängender Umgebungen, bedarf es darüber hinaus auch der Möglichkeit, die kompletten Landschaften konsistent zu aktualisieren, um Geschäftsprozesse durchgängig Ende-zu-Ende testen zu können.

Typische Herausforderungen von System- und kompletter Landschaftskopien:

  • Manuelle Verfahrensweisen: Viele Aktivitäten einer System-/Landschaftskopie werden durch SAP-Basis-Administratoren manuell ausgeführt und bedürfen der Zeit und Aufmerksamkeit bestens ausgebildeter (und teurer) SAP-Spezialisten. Um Downtime zu vermeiden, geschieht dies häufig auch an Wochenenden oder in der Nacht.
  • Inkonsistente Ergebnisse: Jede manuelle Verfahrensweise birgt die Gefahr, Aktivitäten in unterschiedlicher Weise durchzuführen. Auch manche Tabellen werden möglicherweise nicht auf den neusten Stand gebracht. Das Resultat ist ein QA-System, welches das Produktivsystem nicht in ausreichendem Maße widerspiegelt.
  • Große Anzahl an SAP-Systemen: Die steigende Anzahl an SAP-Systemen führt dazu, dass mehrfach pro Jahr Kopien für ein einzelnes SAP-System durchgeführt werden müssen.  
  • Keine Optimierung: Einige Aktivitäten, wie zum Beispiel der BDLS-Lauf, lassen sich durch Nutzung intelligenter Werkzeuge deutlich optimieren. Sobald eine Aktivität standardisiert und automatisiert ist, lassen sich häufig sehr effiziente Optimierungen und Performance-Steigerungen realisieren.
  • Testen ohne aktuelle Daten: Manche Unternehmen haben bereits vor diesen Herausforderungen kapituliert und nehmen überhaupt keine Aktualisierung ihrer QA-Umgebungen mehr vor. Dies resultiert in einem klaren Unternehmensrisiko, da Tests und Freigaben kritischer Änderungen auf Systemen durchgeführt werden, welche nicht mehr den aktuellen Produktivumgebungen entsprechen.
  • Einstellungen im einzelnen System müssen so wie vor der Systemkopie wiederhergestellt werden.
  • Schnittstellendefinitionen müssen wieder der Landschaft entsprechend passen.
  • Der Stand der Bewegungsdaten muss über die Landschaft gesehen konsistent sein.


Aufgrund dieser Herausforderungen müssen die Prozesse bei der Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung klar definiert und in der richtigen Reihenfolge ausgeführt werden. Die große Anzahl an Schritten und die damit verbundene Komplexität sollte jeder SAP-Professional erkennen und berücksichtigen.

Trotz eines definierten Ablaufs können aber dennoch zu jeder Zeit Fehler auftreten. Dann muss entschieden werden, ob die Kopie fortgesetzt oder der Prozess erneut gestartet wird.

Ob für eine alleinige Systemkopie, die Kombination aus System- und Mandantenkopie, eine einzelne Linie oder komplexe Landschaften: Die Libelle AG biete eine leicht zu handhabende Lösung, welche hilft die oben genannten Herausforderungen automatisiert zu meistern – Libelle SystemCopy. Informieren Sie sich jetzt und sichern Sie sich Ihr kostenloses Whitepaper.

HANA, Weiterbildung und Co.: Ein Blick in die Zukunft von SAP-Professionals

Viele Administratoren und Consultants, die Erfahrung mit System- und Landschaftskopien haben, wissen um die Komplexität und Dauer dieses Prozesses. Ein Grund dafür liegt in den SAP-Umgebungen an sich, denn der Umfang typischer SAP-Landschaften hat sich immer weiterentwickelt.

Von recht übersichtlicher ABAP-basierter SAP R/3® Software zu komplexen, serviceorientierten Architekturen mit beliebigen Erweiterungsmöglichkeiten und einem breiten Portfolio an Applikationen. Angefangen beim Standard ERP bis hin zu unterschiedlichsten spezialisierten Modulen. Darüber hinaus halten auch immer wieder neue Technologien – wie zuletzt die Umstellung auf HANA – Einzug in die Infrastrukturen. Diese werden teils eigenständig, teils parallel, teils auch bereits mit Abhängigkeiten von/zu den herkömmlichen Strukturen betrieben.

Mit den verbesserten Möglichkeiten und der Skalierbarkeit heutiger SAP-Landschaften, stehen Administratoren und Systemverantwortliche vor vielen Herausforderungen angesichts der wachsenden Komplexität. So müssen diese Verantwortliche sich immer weiterbilden und den Markt im Auge behalten, um auch nach der Systemkopie für die nächste gerüstet zu sein.

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